Bei den Ambulanzdiensten basiert die Subvention auf der Anzahl der fest eingeplanten Ambulanzen, wobei für jede Ambulanz klar definierte Normkosten als Berechnungsgrundlage dienen und die tatsächlich erzielten Einnahmen abgezogen werden. Je mehr Einnahmen bzw. Aktivität eine Ambulanzbasis verzeichnet, desto tiefer ist die Subvention. Zudem wird ein Gewichtungsfaktor angewandt, der zu einer Subventionskürzung führt, wenn eine Ambulanzbasis nicht ein bestimmtes Aktivitätsniveau erreicht (siehe Grafik).

Im Allgemeinen sind die Unterschiede zwischen den Jahren insbesondere auf die Revision der Subventionsmodalitäten in den Jahren 2018, 2019 und 2020 sowie auf die schrittweise Umsetzung der Ambulanzplanung 2020 zurückzuführen (neue Ambulanzbasis in Gampel-Steg mit Tagesbetrieb sowie Nachtambulanz in Sembrancher im Entremont zusätzlich zur bereits seit 2016 bestehenden Tagesambulanz). Weiter wurde 2022 in Bitsch ein dringendes Übergangsdispositiv eingerichtet, nachdem der Betrieb der Pikett-Nachtambulanz in Visp eingestellt wurde. Zu guter Letzt wurde am 1. Januar 2023 die Basis von Münster nach Fiesch verlegt und die Basis in Gampel-Steg mit einer Nachtambulanz ergänzt. Zudem hat der Ambulanzdienst Grächen den Betrieb seines Ambulanzdienstes per 31.03.2023 eingestellt.
Betreffend die Basen von:
- Zermatt: Diese Ambulanzbasis verzeichnet jedes Jahr einen Anstieg des Einsatzvolumens und infolgedessen einen Anstieg des Wirtschaftlichkeitsfaktors und der Höhe der erhaltenen Subvention. Die Ambulanzbasis in Zermatt erreichte 2022 den Wirtschaftlichkeitsfaktor 1.
- Visp: Die Aufnahme einer zusätzlichen Ambulanz in der Nähe Ende 2020 bewirkte eine Verringerung des Einsatzvolumens und der Einnahmen, die jedoch durch eine Erhöhung der Subvention ausgeglichen wurden.
Öffentliche Subventionen für die Ambulanzdienste, 2019–2024
Erstellt am 13.05.2025
Quelle: KWRO, Auszug vom 13.05.2025
| Subventionen nach Basis | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sitten | 383 462 | 180 535 | 138 877 | 157 926 | 120 492 | 133 695 |
| Monthey | 269 785 | 111 469 | 109 799 | 102 638 | 88 655 | 95 350 |
| Martinach | 78 378 | 110 274 | 107 858 | 117 187 | 91725 | 92 860 |
| Siders | 78 538 | 112 279 | 111 289 | 101 004 | 88 105 | 93 520 |
| Visp | 165 861 | 380 649 | 286 994 | 286 307 | 407 047 | 426 328 |
| Sembrancher (Entremont) | 257 542 | 301 187 | 693 590 | 653 537 | 556 920 | 662 285 |
| Gampel-Steg | 11 829 | 206 900 | 170251 | 619 740 | 729 492 | |
| Saas-Balen | 295 695 | 363 328 | 363 187 | 285 317 | 539 253 | 288 450 |
| Zermatt | 466 693 | 571 062 | 631 541 | 531 945 | 680 239 | 813 353 |
| Münster (Conches) | 245 713 | 270 570 | 265 012 | 352 370 | – | – |
| Fiesch | – | – | – | – | 629 755 | 759 555 |
| Bitsch | – | – | – | 278 784 | – | – |
| Grächen | 115 000 | 134 530 | 134 136 | 125 128 | 77 366 | – |
| Total subventions | 2 356 667 | 2 547 711 | 3 049 183 | 3 162 394 | 3 750 455 | 4 094 889 |
Bei den mobilen Notarztdiensten ist die Subvention eine Pauschale, die nicht mit der Anzahl Einsätze in Zusammenhang steht.
Seit 2021 entspricht die pauschale Jahressubvention für die mobilen Notarztdienste einem Betrag von CHF 450’000 pro Jahr, gegenüber CHF 330’000 im Jahr 2020 und CHF 300’000 zuvor.
Öffentliche Subventionen für die mobilen Notarztdienste, 2019–2024
Erstellt am 13.05.2025
Quelle: KWRO, Auszug vom 13.05.2025
| Subventionen | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Chablais | 230 509 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Martinach | 250 000 | 330 000 | 450 000 | 450 000 | 450 000 | 450 000 |
| Sitten | 300 000 | 330 000 | 450 000 | 450 000 | 450 000 | 450 000 |
| Visp | 300 000 | 330 000 | 450 000 | 450 000 | 450 000 | 450 000 |
| Total | 1 080 509 | 990 000 | 1’350 000 | 1’350 000 | 1’350 000 | 1’350 000 |
Normkosten
Die Berechnungsmethode der Subventionen beruht auf den Normkosten (Aufwand für Personal, Fahrzeuge, Räumlichkeiten, allgemeine Kosten) minus den tatsächlichen Einnahmen unter Berücksichtigung eines Wirtschaftlichkeitsfaktors (Verringerung der Subvention bei geringer Aktivität). Hinzu kommen die zusätzlichen Normkosten für die Weiterbildung, den ärztlichen Leiter und die Qualitätssicherung, entweder in Form einer Pauschale pro Einsatz oder basierend auf der Anzahl Vollzeitäquivalente. Zudem wird für die Betreuung der Auszubildenden eine Entschädigung in Abhängigkeit der Anzahl Praktikumswochen ausgerichtet.
Wirtschaftlichkeitsfaktor
Der Wirtschaftlichkeitsfaktor wurde im Rahmen der Ambulanzplanung von 2014 eingeführt. Den Ambulanzbasen, die nicht das erforderliche Minimum an Einsätzen erreichen, wird die Subvention anteilsmässig gekürzt. Dieses System ermöglicht es den Ambulanzdiensten, trotz weniger Einsätze in der Rettungsplanung zu verbleiben. Sie müssen dafür allerdings eine Subventionskürzung in Kauf nehmen.Erreicht der Wirtschaftlichkeitsfaktor einen Wert von 1 (= 365 Einsätze P1-P2-P3-S1 pro Jahr entweder am Tag oder in der Nacht), kommt es zu keinen Subventionskürzungen





