Einleitung

Das Rettungswesen ist ein unverzichtbarer Teil der Walliser Gesundheitsversorgung. Die Rettungskräfte kommen in Not geratenen Personen schnell und effizient zu Hilfe.

Subventionen

Die Ambulanzdienste und mobilen Notarztdienste erhalten eine jährliche Subvention, die zu 70% vom Kanton und zu 30% von den Gemeinden finanziert wird.

Schlussbemerkung

Die Ergebnisse des vorliegenden Berichts lassen sich wie folgt zusammenfassen.

Präsentation des Rettungsdispositivs

Das Profi-Dispositiv

Präsentation des Rettungsdispositivs

Ziel des Rettungsdispositivs im Wallis ist es, erkrankte oder verunfallte Patienten auf dem ganzen Kantonsgebiet präklinisch so schnell wie möglich medizinisch zu versorgen und in eine geeignete Behandlungseinrichtung zu transportieren. Hierbei sind die geltenden Qualitätsempfehlungen sowie die Aspekte der Gleichbehandlung und Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen.

Das Rettungsdispositiv besteht aus einem Profi- und einem Miliz-Dispositiv. Die Grösse des Rettungsdispositivs variiert je nach Saison (siehe nachstehende Grafik):

Mobile Notarztdienste

Die mobilen Notarztdienste können rund um die Uhr aufgeboten werden und bestehen jeweils aus einem Notarzt, einem Rettungssanitäter oder einer Pflegefachperson und einem Einsatzfahrzeug. Der SMUR wird von der Sanitätsnotrufzentrale 144 der KWRO zusätzlich zur Ambulanz aufgeboten, wenn bei einem Einsatz anhand vordefinierter Kriterien das Hinzuziehen eines Notarztes notwendig erscheint.

Aktuell gibt es im Wallis 3 mobile Notarztdienste (Visp, Sitten und Martinach) sowie eine interkantonale Basis in Rennaz für die Region Chablais.

Luftrettungsdienste

Helikopter gehören zum Rettungsdispositiv. Die Besatzung eines Rettungshelikopters besteht aus einem Piloten, einem Rettungssanitäter und einem Arzt. Helikopter sind HEMS zertifiziert (HEMS: Helicopter Emergency Medical Services).

Das Luftrettungsdispositiv verfügt über drei Basen im Talgrund (Gampel, Sitten und Collombey) und über eine Basis im Hochgebirge (Zermatt). Die Basen Zermatt, Gampel-Steg und Sitten sind während des ganzen Jahres Tag und Nacht in Betrieb, die Basis Collombey und Raron nur in der Top-Saison im Wi…

Ambulanzdienste

Eine Ambulanz besteht aus einem diplomiert Rettungssanitäter HF und einem diplomiert Transportsanitäter oder aus zwei diplomiert Rettungssanitätern.

Im Kanton sind sechs Ambulanzdienste mit insgesamt 10 Einsatzbasen aktiv (Stand: 31.12.2023). Am Tag (07.00 bis 19.00 Uhr) und in der Nacht (19.00 bis 07.00 Uhr) wird jeweils eine klar definierte Anzahl Ambulanzen in Bereitschaft gehalten.

Miliz-Dispositiv

Die Miliz-Einsatzkräfte sind eine Ergänzung zum Profi-Dispositiv. Sie überbrücken die zum Teil langen Anfahrtswege der Profi-Einsatzkräfte mit Erste-Hilfe-Massnahmen oder unterstützen diese mit ihrem medizinisch-technischen Know-how.

Einsatzarten

Die Einsatzarten werden gemäss IVR-Norm (Interverband für Rettungswesen) wie folgt definiert:

Ergebnisse der operativen Indikatoren

Anzahl Einsätze

Ambulanzen

Bei den Ambulanzen stieg die Zahl der Primär- und Sekundäreinsätze zwischen 2020 und 2024 von 16’815 auf 21’355, was einer jährlichen Zunahme von durchschnittlich 6,2% entspricht.
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Ambulanzen

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LUFTRETTUNG

In der Luftrettung waren die Einsatzzahlen in den Jahren 2020 und 2021 deutlich tiefer als in den Jahren 2022 bis 2024. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Erstens hatte der Bundesrat aufgrund der COVID-19-Pandemie beschlossen, die Bergbahnen bereits Mitte März 2020 zu schliessen. Zweitens waren im Winter 2020–2021 COVID-19-Massnahmen in Kraft, die für geringere Aktivitäten im Vergleich zu den Vorjahren sorgten.
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LUFTRETTUNG

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Anzahl Einsätze gegliedert nach Ambulanzbasis, 2020–2024

Die folgende Grafik zeigt zwei Typen von Aktivitätsprofilen: Die Ambulanzbasen in den Städten (Monthey, Martinach, Sitten, Siders und Visp) weisen alle ein hohes Einsatzvolumen auf, während für die Ambulanzbasen in den Seitentälern (Entremont, Fiesch, Gampel-Steg, Saas Grund und Zermatt) ein tiefes Einsatzvolumen typisch ist.

In seinem Entscheid vom Juni 2020 sprach sich der Staatsrat dafür aus, in Sembrancher (Entremont) nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht von 19.00 Uhr bis 07.00 Uhr eine Ambulanz zu stationieren. Zudem entschied er, für die Region Leuk/Raron West/Lötschental eine neue Ambulanzbasis zu schaff…

Anzahl Einsätze gegliedert nach Luftrettungsdienst, 2020–2024

Mit dem geplanten Luftrettungsdispositiv, das aus Air-Glaciers im Unterwallis und Air Zermatt im Oberwallis besteht, können über 99% der Einsätze abgedeckt werden.

Die Sanitätsnotrufzentrale 144 setzt für dringliche Primäreinsätze immer die nächstgelegenen und am besten geeigneten Luftrettungsmittel und für andere Arten von Einsätzen die Mittel des Dispositivs in erster Instanz ein. Wenn ein Helikopter eines anderen Rettungsdienstes näher und geeignete…

Anzahl Einsätze gegliedert nach Notarztdienst, 2020–2024

Der Notarztdienst Chablais in Rennaz hatte im Jahr 2024 176 Primär- und Sekundäreinsätze in den Walliser Gemeinden, was einem ähnlichen Umfang entspricht wie in den letzten Jahren.

Die detaillierten Statistiken gegliedert nach mobilem Notarztdienst, Jahr, Einsatzart und Tag/Nacht finden sich in Anhang 2.

Ergebnisse der operativen Indikatoren

Einsatzzahlen nach Saison

Einsätze gegliedert nach Luftrettungsdienst und Saison

Aufgrund der Zugänglichkeit des Ortes und der grossen Distanzen übernehmen Helikopter den grössten Teil der Bergrettung, vor allem während der Öffnungszeiten der Skilifte im Winter.
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Einsätze gegliedert nach Luftrettungsdienst und Saison

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Einsätze gegliedert nach mobilem Notarztdienst und Saison

Die Notarztdienste weisen eine weitgehende Stabilität gegenüber saisonalen Schwankungen auf.
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Einsätze gegliedert nach mobilem Notarztdienst und Saison

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Verteilung der Einsätze auf Tag und Nacht

Nachstehend ist die Verteilung der Einsätze auf Tag und Nacht festgehalten, wobei unter «Tag» der Zeitraum von 07.00 bis 19.00 Uhr und unter «Nacht» der Zeitraum von 19.00 bis 07.00 Uhr verstanden wird. Die Einsätze verteilten sich ähnlich wie in den Vorjahren auf die jeweiligen Arten der Rettungsdienste. Die Situation entspricht jener zwischen 2019 und 2022.

Ergebnisse der operativen Indikatoren

Hilfsfrist

Ziele

Bei der Hilfsfrist handelt es sich um die Zeit, die von der Alarmierung des Rettungsdienstes bis zu dessen Ankunft beim Patienten vergeht. Die Zeit von der Alarmierung des Rettungsdienstes bis zu dessen Abfahrt/Abflug zum Einsatzort wird Ausrückzeit genannt. Die Ausrückzeit ist somit Teil der Hilfsfrist.

Gemäss den Empfehlungen des IVR[1] sollte die Hilfsfrist bei 90% der Einsätze des Typs P1 (lebensbedrohliche Notfälle) unter 15 Minuten liegen. In den meisten Kantonen ist dies realisierbar. Gerade im Wallis wäre diese Vorgabe jedoch aufgrund der gebirgigen Topografie, der langen Distanzen…

«Einsatzzonen»

Eine Einsatzzone ist ein Teil des Kantonsgebiets, der einem bestimmten Rettungsdienst zugeordnet ist. Man spricht von den Einsatzzonen der mobilen Notarztdienste (SMUR) sowie der Luftrettungs- und Ambulanzdienste.

Diese Zonen wurden anhand der Standorte der Rettungsdienst-Basen so festgelegt, dass jeder Punkt im Kantonsgebiet theoretisch möglichst rasch erreicht werden kann. Eine Einsatzzone setzt sich aus mehreren Gemeinden zusammen. Die kantonale Demografie basiert auf den Gemeindedaten, was demografische…

Sub-Einsatzzonen

Eine Sub-Einsatzzone umfasst mehrere Ortschaften. Diese feinere Aufteilung wurde gemacht, um die zeitlichen Daten genauer zu analysieren, denn einige Gemeinden erstrecken sich über ein grosses Gebiet. Je nachdem, wo genau in einer Gemeinde der Einsatzort ist, sind demnach Unterschiede bei den Hilfsfristen möglich. Beispielsweise gehören Haute-Nendaz und Aproz zur selben Gemeinde, aber nicht zur selben Sub-Einsatzzone.

Die Einteilung der Sub-Einsatzzonen wurde anhand der in den Jahren 2015 bis 2018 verzeichneten Hilfsfristen vorgenommen.

Hilfsfristen (P1) der Ambulanzen, gegliedert nach Einsatzzonen

Nachfolgend wird betrachtet, bei wie vielen P1-Einsätzen es im Jahr 2024 zu einer Überschreitung der empfohlenen Hilfsfrist kam, gegliedert nach Tag und Nacht. Die Tabellen 2 und 3 enthalten ausschliesslich die Hilfsfristen der Ambulanzen. Durch Perzentile werden alle Daten in 100 umfangsgleiche 1…

Ergebnisse der operativen Indikatoren

Simultaneinsätze

Methode zur Berechnung der Simultaneinsätze

Die Analyse der Simultaneinsätze zeigt auf, wie oft es zu Situationen kommt, in denen mehrere Einsatzmittel gleichzeitig im Einsatz stehen.
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Methode zur Berechnung der Simultaneinsätze

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Statistik Simultaneinsätze

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Anzahl der Simultaneinsätze gegliedert nach Saison und Tag/Nacht im Jahr 2024.
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Statistik Simultaneinsätze

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Ergebnisse der operativen Indikatoren

Verfügbarkeit der Einsatzkräfte

Durchschnittliche Einsatzdauer

Die durchschnittliche Einsatzdauer dient als Grundlage für die nachfolgende Berechnung der Verfügbarkeit der Ambulanzen und mobilen Notarztdienste.

Die Statistik umfasst alle Einsätze des Typs P1, P2, P3 und S1. Diese Ergebnisse werden für die Berechnung der Verfügbarkeit wiederverwendet.

Definitionen und Berechnungsmethoden

Die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte errechnet sich aus der Einsatzdauer und dem Zeitaufwand für verschiedene Aufgaben wie Unterhalt, Ausbildung, Qualitätssicherung und Administration. Die Details der Berechnung sind in den Tabellen auf Seite 2 von Anhang 6 ersichtlich.

Die Berechnung der Verfügbarkeiten der Einsatzkräfte gibt Aufschluss über deren Auslastung. Was die Ärzte der mobilen Notarztdienste angeht, gilt es zu beachten, dass diese auch noch im Spital arbeiten (mit Ausnahme von Sitten, wo die Ärzte ebenfalls für den Luftrettungsdienst arbeiten).

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